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Tolerantes Sachsen
 

Selbstverständnis

1. Präambel



Das Netzwerk “Tolerantes Sachsen” ist eine Plattform lokaler Initiativen und Vereine, die konkret und praktisch für die Stärkung einer demokratischen und toleranten Alltagskultur in Sachsen arbeiten.

Das Netzwerk “Tolerantes Sachsen” setzt sich gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus in jeglicher Erscheinungsform zur Wehr. Dabei gehen wir in unseren Arbeitsansätzen von dem Verständnis aus, dass diese menschenverachtenden Einstellungen und Diskurse keine Randerscheinungen sind, sondern in der Mitte unserer Gesellschaft entstehen.



Das Netzwerk leistet Unterstützung bei der Entwicklung von Strategien gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit auf landesweiter Ebene einschließlich der Begleitung und Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren, Partnern, Initiativen und lokalen Bündnissen.



Im Sinne einer vertrauensvollen und breiten Bündnisarbeit sowie eines ausgeprägten Selbstverständnisses als zivilgesellschaftlicher Akteur arbeiten die Initiativen im Netzwerk “Tolerantes Sachsen” auch mit staatlichen Behörden zusammen.

Dabei kommt eine Instrumentalisierung für Aufgaben, die in staatlicher Verantwortung liegen, insbesondere ordnungspolitischer Art, für das Netzwerk jedoch nicht in Frage.



Die Projekte und Organisationen im Netzwerk “Tolerantes Sachsen” orientieren sich an den unveräußerlichen Menschenrechten, die von der Freiheit, Gleichwertigkeit und Würde des Einzelnen ausgehen. Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus widersprechen diesem Menschenbild. Das Netzwerk “Tolerantes Sachsen” tritt dem gewaltfrei und kreativ entgegen.



Dabei lehnt das Netzwerk “Tolerantes Sachsen” eine Gleichsetzung von Rechts- und Linksextremismus ab. Diese unproduktive Vereinfachung kann für notwendige Analysen sächsischer Problemlagen, sowie zur Stärkung demokratischer Alltagkultur nicht genutzt werden.

Die Zustände von Menschenrechten und Diskriminierung in der Mitte der sächsischen Gesellschaft lassen sich vielmehr durch qualitative Beschreibungen fassen.



2. Mitgliedschaft



Das Netzwerk Tolerantes Sachsen lebt vom Engagement seiner Mitglieder.

Gruppen und Vereine, die sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus engagieren und das Selbstverständnis des Netzwerks anerkennen, können Teil des Netzwerks werden. Parteien sind als Mitglieder nicht zugelassen. Ausgenommen davon sind Jugendorganisationen von Parteien, die Projekte im o.g. Sinne betreiben.



Die Anmeldung erfolgt formlos über die Homepage des Netzwerks www.tolerantes-sachsen.de. Die Anmeldung muß neben der Vorstellung der Gruppe eine kurze Beschreibung ihrer Netzwerk-relevanten Aktivitäten beinhalten. Die Anmeldung wird von der SprecherInnengruppe bestätigt oder verworfen.



Die Mitgliedschaft berechtigt zur Teilnahme am Landestreffen, zum aktiven und passiven Wahlrecht bei der Wahl der SprecherInnengruppe und zur Nutzung der Homepage (interner Bereich). Die Mitglieder können ihre Aktivitäten in den Rahmen des Netzwerks stellen und dafür das Label des Netzwerks benutzen.



Die Mitgliedschaft im Netzwerk ist kostenlos.



Verstoßen Mitglieder gegen das Selbstverständnis des Netzwerks, kann die SprecherInnengruppe in letzter Konsequenz einen Ausschluß aus dem Netzwerk beschließen. Dafür ist eine 2/3-Mehrheit aller SprecherInnen erforderlich.



3. SprecherInnengruppe



Die Gruppe besteht aus höchstens 13 SprecherInnen. Sie vertritt das Netzwerk nach außen, leistet Öffentlichkeitsarbeit, koordiniert die Netzwerkaktivitäten, bereitet das Landestreffen vor und verwaltet das Internet-Portal. Sie trifft sich mind. sechs mal im Jahr. Entscheidungen werden mit einfacher Mehrheit getroffen. Die Termine und Protokolle der Treffen werden im internen Bereich der Homepage bekannt gemacht. Mitglieder des Netzwerks können an den Treffen der SprecherInnengruppe teilnehmen und Themen setzen. Dafür sollte ein Anmeldung bis drei Tage vor dem Treffen per Email oder über eine/n SprecherIn erfolgen.



Das Selbstverständnis des Netzwerks kann von der SprecherInnengruppe geändert werden. Die Änderungen müssen auf dem Landestreffen zur Diskussion und Entscheidung gestellt werden.



Auf dem jährlich stattfindenden Landestreffen des Netzwerks gibt die Gruppe Rechenschaft über ihre Aktivitäten. Auf dem Landestreffen wird ebenfalls über die Zusammensetzung der Gruppe in geheimer Wahl abgestimmt. Jedes Mitglied (Verein, Initiative, Verband, Jugendorganisation etc.) kann dabei eine Kandidatin/ einen Kandidaten aufstellen und hat einen Wahlzettel mit maximal 13 Stimmen. Stimmen dürfen nicht kumuliert werden. Die KandidatInnen sind gewählt, wenn sie mind. 50% der maximal möglichen Stimmen auf sich vereinen. Erreichen mehr als 13 KandidatInnen die einfache Mehrheit der Stimmen, entscheidet die Reihenfolge nach Stimmenzahl. Bei gleicher Stimmenzahl entscheidet eine Stichwahl.
Zum Netzwerk

Das Netzwerk Tolerantes Sachsen ist eine Plattform von etwa 100 sächsischen Initiativen, Vereinen und Organisationen, die sich für die Förderung demokratischer Kultur und vielfältige Lebensweisen sowie gegen Einstellungen der Ungleichwertigkeit, Antisemitismus und Rassismus einsetzen. Auf dieser Plattform finden Sie Analysen, Materialien und Projekte unserer Mitglieder für die demokratische Bildungsarbeit.

 


Über uns | Mitglied werden
 
Ansprechpartner
Förderverein Tolerantes Sachsen
Domplatz 5
04808 Wurzen

Koordination, Mitglieder, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Annegret Ode
Telefon: 0178 5445807
E-Mail: koordination[at]tolerantes-sachsen.de

Büro
Miroslav Bohdalek
Telefon: folgt in Kürze
E-Mail: buero[at]tolerantes- sachsen.de
 
Termine
01.12.2017
Ausstellung: Ein muslimischer Mann - Kein muslimischer Mann?! [Leipzig, Stadt]
10.01.2018
Podiumsdiskussion: Zwei Jahre nach dem Naziüberfall auf Connewitz [Leipzig, Stadt]
20.01.2018
Origami-Stammtisch [Landkreis Zwickau]
26.01.2018
Der goldene Aluhut - die Welt der Verschwörungstheorien [Erzgebirgskreis]
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